Silja Korn – eine blinde Malerin

Wir haben Silja Korn zu einer Vernissage in Berlin kennengelernt. Eine blinde Malerin – wir waren ehrlich überrascht, was für wunderbare Bilder da an den Wänden hingen. Farbenfroh und voller Symbolik vermittelten sie ein Sicht der Dinge, die uns verblüffte. Für Silja Korn war die Malerei eine Art, mit ihrer Sehschwäche fertig zu werden, die sie nicht von Geburt an hatte. Einige Zeit später traf Reporterin Herta Ramin und Kamerafrau Jeanne Ramin vom voll-normal-Team Silja Korn bei einer Veranstaltung des ABSV und nutzten die Gelegenheit für ein kurzes Gespräch. Silja Korn – eine blinde Malerin weiterlesen

Hoch zu Ross auch als Rollifahrer

Ungefähr 60 Kilometer nordwestlich von Berlin liegt das Dörfchen Grüneberg. Eine Kirche, ein Dorfanger, Wiesen und Wälder drum herum, so präsentiert sich der Ort dem durchreisenden Autofahrer. Er müsste aber schon ein konkretes Ziel haben oder sich einfach beim Abbiegen geirrt haben. Die B96 in Richtung Neubrandenburg und weiter an die Ostseeküste fährt in einigem Abstand an dem Ort vorbei. Vielleicht ist sein Ziel aber auch der Hof Grüneberg, ein barrierefreier Reiterhof, in dem regelmäßig Trainerlehrgänge im Handicap-Reiten für die Paralympics stattfinden, auf dem man sich aber auch einfach nur wunderbar erholen kann. Unsere Moderatoren Dominik Peter und Lutz Kaulfuß fragten Stiftungs-Chef Johann Brüning und das voll-normal-Team schaute sich vor Ort um. Hoch zu Ross auch als Rollifahrer weiterlesen

Voll normal: Alles auf Anfang

Der Anfang ist immer aufregend und anstrengend. Auch bei “Voll normal – Das Magazin für Menschen mit und ohne Behinderung”.  Die Moderatoren Dominik Peter und Lutz Kausfuß saßen das erste Mal vor der Kamera. Die Idee einer eigenen Fernsehsendung war einige Monate zuvor geboren worden und schon stand die erste Aufzeichnung an. Voll normal: Alles auf Anfang weiterlesen

andersARTig gedenken!

“Jede Generation muss seinen eigenen Zugang zur Geschichte finden”, betont Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse zur Verleihung der Preise des Wettbewerbs “andersARTig gedenken!” Deshalb schrieb die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft diesen Wettbewerb aus, dessen Preisträger während der Euthanasie-Konferenz bekanntgegeben wurden. Die Schüler stellten ihre Ideen vor und erläuterten sie. “Voll normal – Das Magazin für Menschen mit und ohne Behinderungen” war dabei. andersARTig gedenken! weiterlesen

Es war brutaler Massenmord

Hubert Hüpe hält das GrußwortEuthanasie heißt eigentlich “schöner Tod”. Das war er nun ganz und gar nicht. Die Ermordung von behinderten und psychisch erkrankten Menschen war nichts weiter als ein brutaler Massenmord. Die ersten Opfer wurden in graue Busse gesperrt, der Motor laufen gelassen und sie sind überhaupt nicht friedlich eingeschlafen, sondern unter großer Angst und in schrecklicher Einsamkeit gestorben. Ihr Verbrechen: Sie waren behindert oder krank und deshalb nicht arbeitsfähig. Darin liegt eine der großen Infamien dieses Programms: Nachdem die Ärzte, Beamten und wer noch alles an der Zusammenstellung der Listen mitarbeitete, dies in deutscher Gründlichkeit taten, wurden sie von der SS gerügt. Die wollte die arbeitsfähigen herausfiltern, sie sollten so schnell nicht sterben. Es war brutaler Massenmord weiterlesen

Der Aspekt der Solidarität ist neu?

Zum Abschluss des Europäischen Jahres für aktives Altern und der Solidarität zwischen den Generationen

In Rom findet alle 25 Jahre das “Heilige Jahr” statt. Ursprünglich sollte es ab 1300 nur alle 100 Jahre stattfinden und den Gläubigen einen Generalablass auf ihre Sünden erteilen. Man verkürzte das zunächst auf 50 und dann auf 25 Jahre. Der Sünden gibt es eben viele in der Welt. Wenn in Rom das Heilige Jahr zu Ende geht, schlägt der Papst die Heilige Pforte am Petersdom demonstrativ zu. Aus die Maus, das war’s. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Der Aspekt der Solidarität ist neu? weiterlesen