Trainieren für den Berufsstart

_MG_2636-2Die Lehrzeit ist keine leichte Zeit. Das weiß jeder, der sie hinter sich hat. Je nach Berufswunsch kann man nach der Schulzeit noch einmal bis zu drei Jahre die Schulbank drücken. Und hat man diese Jahre geschafft und endlich den begehrten Schein von der IHK in der Hand, nützt das noch gar nichts. Denn nun geht es erst los: Bewerbungen schreiben, fremde Menschen anrufen, von denen man annimmt, sie wollen gar nicht angerufen werden und möglicherweise einfach auch mal vorbeigehen. Die Marketing-Leute nennen das „Kaltaquise“. Im günstigen Fall bekommt man einen Termin für ein Vorstellungsgespräch. Euphorie macht sich bei dem Einen breit – man ist auf der Zielgeraden – Angst bei dem Anderen. In beiden Fällen sind das die denkbar schlechtesten Vorraussetzungen für einen erfolgreichen Start in das Berufsleben.

Eine verantwortungsvolle Ausbildungsstätte wird an dieser Stelle nicht mit ihrer Ausbildung aufhören. Das Berufsbildungswerk Oberlinhaus in Potsdam-Babelsberg führt zum Beispiel seit Jahren Bewerbungsgesprächstrainings durch und bereitet ihre Auszubildenden gründlich auf den Einstieg ins Berufsleben vor. Dabei spielt eine wichtige Rolle, wie der Bewerber mit seiner Behinderung gegenüber den Personalchefs umgehen sollte, um die gleichen Chancen zu haben, wie andere Jugendliche. Im Foto oben versucht Henriette Rochow die Personalchefin Christine Dormann und ihren Assistenten Paul-G. Voget (von rechts nach links) von ihren Qualitäten zu überzeugen. Im wirklichen Leben ist Paul-G. Voget der Chef. Er ist Vorstand in den Samariteranstalten in Fürstenwalde/Spree und Christine Dormann war bis vor zwei Jahren selbst Auszubildende im Oberlinhaus und ist nach solch einem Bewerbungstraining in die Samariteranstalten übernommen worden.

In unserem Beitrag sprechen beide über ihre Eindrücke vom Training und über die Chancen der Bewerber.

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