Sebastians erster Tag

Radio machen an sich ist schon eine aufregende Sache. Eine Live-Sendung zu fahren ist dann aber noch einmal eine ganz andere Geschichte. Und so ist es ganz normal, ja, es wird sogar erwartet, dass der Moderator ein gewisses Lampenfieber hat. Nur so baut sich Spannung auf, die sich dem Hörer überträgt. Er ist der passive Teil einer Sendung und hat überdies nur einen seiner fünf Sinne zur Wahrnehmung. Aufgeregt zu sein ist also ganz normal.

Als Sebastian Bayer allerdings mich am Abend vor der Sendung „Voll normal – Das Magazin für Menschen mit und ohne Behinderung“ anrief und mir den Stand seiner Vorbereitungen mitteilte, konnte ich ihm nicht glauben, dass er aufgeregt sei. Ausgerechnet Sebastian! Ich habe ihn als einen sehr taffen, mitten im Leben stehenden Mann kennengelernt, der selbst als Coach arbeitet und demzufolge mit solchen Situationen umgehen kann. Andererseits zeugt gerade diese Aufgeregtheit von Professionalität – siehe oben.

Punkt 12.00 Uhr, die Sendung startet und zwei wichtige Züge am Pult fallen aus. Züge sind einzelne Einschübe, die eine Menge Knöpfe beinhalten, die alle zur gleichen Funktion gehören. Das Pult ist neu und sollte hervorragend funktionieren, aber so ist das manchmal im Leben. Wir mussten innerhalb von Sekunden improvisieren und die Sendung mehr oder weniger manuell fahren. Mit wir meine ich Sebastian, ich stand als Sendeverantwortlicher mehr als moralische Unterstützung daneben. Es hätte also Grund genug gegeben, mit fahrigen Händen sinnlos Tasten zu drücken. Nicht so Sebastian: Der erste Aufzug des Mikrofons und jede Aufregung war weg. Wie bei jedem professionellen Schauspieler, Moderator, Reporter war die innere Spannung da aber die Aufgeregtheit weg. Sebastian hat eine sehr souveräne Sendung gefahren und dafür sage ich ihm ein sehr heiteres und anerkennendes „Danke“.  Wie die Sendung zu Ende ging, könnt ihr hier sehen:

 

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