Im Regen stehengelassen

(c) by Harry Hautumm ·pixelio.de

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Immer häufiger kommt es vor, dass Menschen mit sogenannten E-Scootern im öffentlichen Personennahverkehr nicht befördert werden. Aus Einzelfällen ist in einigen Städten mittlerweile die Regel geworden. Seit 2014 erreichten den Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e. V. (BSK) fast täglich neue Meldungen Betroffener, die mit ihrem Elektomobil von Bus und Bahn nicht mehr mitgenommen wurden.

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e. V. stützt sich auf ein Gutachten zur Untersuchung möglicher Gefährdungspotentiale bei der Beförderung von E-Scootern in Linienbussen. Ein genereller Ausschluss stelle einen Diskriminierungstatbestand von Menschen mit Behinderung dar und decke sich nicht mit den Beförderungspflichten, so kontert der BSK e.V.

Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter hat nun die Bochum-Gelsenkirchener-Straßenbahn AG (BOGESTRA) und die Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG) abgemahnt, um die Mobilität für Menschen mit Behinderung wieder zu ermöglichen. Zusätzlich gab es am 28. März in Kiel eine Demonstration gegen den Ausschluss von Scooterfahrern im öffentlichen Personennahverkehr. Dazu Aufgerufen haben gleich vier Organisationen.

Bei „Voll Normal“ am 31. März sprachen wir mit Heike Witsch, sie ist die ÖPNV-Expertin des BSK.

Mitschnitt_Heike_Witsch_BSK