Evidenzbasierte Medizin – Was habe ich davon?

Wir haben schon unsere liebe Not mit der medizinischen Fachsprache. Neben dem ganzen Ärztelatein der Krankheiten, Untersuchungen und Behandlungen tauchen dann aber noch Begriffe auf wie zum Beispiel „evidenzbasierte Medizin“. Soll sich die Verbraucherin / der Verbraucher jetzt damit auch noch auseinander setzen? „Unbedingt! Jeder sollte wissen, was evidenzbasierte Medizin ist“, fordert Prof. Ingrid Mühlhauser. Weiterlesen

Studieren als Gehörlose

Svea von Krshiwoblozki im Juni 2017 vor einem ihrer Biologie-Hörsaalgebäude auf dem Campus Nord der HU-Berlin.

Auf welche Barrieren sie als ertaubte Studentin an ihrer Universität stößt, hat uns Svea von Krshiwoblozki aus Berlin berichtet. Lesen und hören Sie hier den Beitrag aus der Voll Normal Sendung vom 05.09.2017 auf Alex-Radio 91,0 MHz. Weiterlesen

Fachtagung Barrierefreies Bauen

Die Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) des Deutschen Studentenwerks hat am 22. und 23. Juni 2017 zur jährlichen Fachtagung nach Berlin eingeladen. Das Thema war Barrierefreies Bauen in Hochschulen und Studentenwerken. Für unsere Radiosendung Voll Normal auf Alex-Radio 91,0 MHz waren wir vor Ort. 

 

Viele Redner und noch mehr Zuhörer von verschiedenen Hochschulen Deutschlands waren gekommen. Sie diskutierten darüber, wie man in Zukunft barrierefreies Bauen besser umsetzten sollte. Was sollte man als Bauherr und als Architekt unbedingt beachten, damit alle Studierenden die Gebäude nutzen können?

 

Was es bedeutet, wenn man durch bauliche Hindernisse behindert wird, hat Bernd Mölter mit seinem Team von der Universität Würzburg vor Ort veranschaulicht. Während der Pausen konnte man sich im Rollstuhl auf holperigem Untergrund oder auf einer viel zu schrägen Rampe versuchen.

 

Auf dem Rollstuhl-Parcours:

 

Bei den Vorträgen der Tagung wurden unglaubliche Beispiele für misslungenes barrierefreies Bauen gezeigt. So enden bei Neubauten teilweise Handläufe auf der Mitte der Treppe, es gibt keine Rampen an Haupteingängen und Bedienelemente sind für Rollifahrer oder kleine Menschen unerreichbar. Besonders die sinnesbeeinträchtigten Studenten werden oft vergessen. Da gibt es dann weder Brailleschrift auf Tafeln, noch gibt es Induktionsschleifen in Hörsälen. Auch taktile und kontrastreiche Leitliniensystem finden viel zu selten Anwendung.

Die einfache, aber doch grundlegende Frage die sich da stellt ist: Woran scheitert es, dass bei neuen Hochschulgebäuden trotz modernster Baukunst die Barrierefreiheit immer noch nicht zum Standard gehört? Das diskutierten während der Podiumsdiskussion der Tagung erfahrene Vertreter der verschiedenen Interessengruppen. Dabei waren:

  • Felix Welti von der Universität Kassel, Professor für Sozial- und Gesundheitsrecht, Recht der Rehabilitation und Behinderung (1. von links)
  • Carmen Kunath vom Studentenwerk Dresden, Geschäftsbereich Immobilien und Bau (2. von links)
  • Petra Denkel, Projektmanagering vom Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung Rheinland Pfalz, (2. von rechts)
  • Axel Wibbelt von der Technische Universität Dortmund, Architekt und Leiter der Abteilung Baumanagement, (1. von rechts)
Siegurd Seifert (mittig) hat die Diskussion moderiert. Hören Sie hier einen Ausschnitt daraus:

 

Es hapert vor allem daran, dass die Gesetzte zu abstrakt sind und Bau-Ausschreibungen nicht detailliert genug definiert werden. Außerdem sollten betroffene Studenten standardmäßig mit einbezogen werden. Nur so kann man herausbekommen, was die beeinträchtigten Studenten brauchen. Auch beim Hochschulbau sollte demnach gelten: Nichts über uns ohne uns! Besonders die Bedürfnisse der sinnesbeeinträchtigten und psychisch erkrankten Studenten sollten zukünftig von den Bauherren und Architekten stärker berücksichtigt werden.

25. Protesttag zur Gleichstellung Behinderter

Am 5. Mai 2017 war wieder der Europäische Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Dazu fand am letzten Freitag in Berlin eine Demo statt und wir waren natürlich für Sie vor Ort und haben Interviews mit Politikern geführt und die Stimmung eingefangen. Der Demozug startete am Bebelplatz und die Kundgebung fand am Brandenburger Tor auf dem Pariser Platz statt. Das diesjährige Motto lautete:          „Wir gestalten unsere Stadt. Einfach machen – Für alle“. Es ging also vor allem um Barrierefreiheit. Verena Bentele, die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung forderte die Barrieren in den Köpfen fallen zu lassen und es zu ermöglichen, dass auch behinderte Menschen wählen gehen dürfen.

Hören Sie hier nochmal Ihr Statement von der Kundgebungs-Bühne, sowie alle Interviews, die wir in unserer letzten Voll Normal Radiosendung vom Dienstag 09. Mai 2017 auf  ALEX-Radio 91,0 MHz gesendet haben.

 

Interview mit den Politikern Lars Düsterhöft (SPD), Stefanie Fuchs (Die Linke), Fatos Topac (Bündnis 90/Die Grünen) und Regina Kittler (Die Linke) des Berliner-Abgeordnetenhauses sowie dem Bezirksbürgermeister von Lichtenberg Michael Grunst (Die Linke):

 

Aus dem Bundestag sind Mechthild Rawert von der SPD und Corinna Rüffer vom Bündnis 90/Die Grünen zum Interview gekommen. Beide setzen sich für Chancengleichheit aller Menschen ein. Sie fordern Gerechtigkeit für Menschen mit Behinderung. Hören Sie mal rein, was sie auf unsere Fragen geantwortet haben.

Interview Mechthild Rawert:

 

Interview Corinna Rüffer:

 

Unsere Moderatorin Margit Glasow hat sich am Protesttag auch ins Getümmel geschmissen und stellte unter anderem dem Behindertenrechts-Aktivisten                     Raúl Krauthausen eine provokative Frage:

„So viele Behinderte hier heute auf der Straße, ist das nicht peinlich?“

 

 

Unsere Bilder des Tages

Lars Düsterhöft (SPD), Sprecher für Menschen mit Behinderungen im Berliner Abgeordnetenhaus

Stefanie Fuchs (Die Linke), Fatos Topac (Bündnis 90/Die Grünen) und Regina Kittler (Die Linke), vlnr. mittig

Corinna Rüffer, Sprecherin für Behindertenpolitik der Grünen-Bundestagsfraktion

Mechthild Rawert, u. a. Mitglied der Arbeitsgruppe Inklusion der SPD-Bundestagsfraktion

Das Inclusio Medien Team

 

Schauspieler mit Behinderung? Viel zu aufwendig!

„Schauspielerinnen und Schauspieler mit Behinderung im Fernsehen sind immer noch die Ausnahme. Und wenn, dann werden sie in ihrer Rolle auf ihre Behinderung reduziert“, meint Wolfgang Janßen von „Rollenfang“, einer Plattform für Schauspielerinnen und Schauspieler mit Behinderung. Selbst die Aufnahme an einer etablierten Schauspielschule ist für Menschen mit Behinderung praktisch unmöglich. Eine Alternative bietet das integrative Berliner Theater „RambaZamba“, das großen Wert auf eine professionelle Ausbildung seiner Schauspielerinnen und Schauspieler legt.

Esther Ningelgen, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei RambaZamba, meint: „Die Fernsehsender brauchen Mut, auch Formate zu zeigen, die für den Zuschauer nicht so eingängig sind.“ Dass man auch als Schauspielerin mit Down-Syndrom durchaus erfolgreich sein kann, zeigt Juliana Götze. In der Folge „Rosis Baby“ in der Serie Polizeiruf 110 wurde sie im Jahr 2008 einem breiten Fernsehpublikum bekannt. Für RambaZamba steht sie regelmäßig auf der Bühne.

Juliana Götze, Esther Ningelgen und Wolfgang Janßen berichten im „Voll Normal“ Studio, was RambaZamba und Rollenfang unternehmen, um Menschen mit Behinderung in den Medien zu integrieren.

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Mitnahme von E-Scootern im Bus jetzt nur noch nach bestandener Fahrprüfung?

Seit Jahren kämpft der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e. V. (BSK) für die Rechte von Menschen mit körperlicher Behinderung, die immer öfter mit ihrem Elektomobil von Bus und Bahn nicht mitgenommen werden.

Nach mehreren Gutachten zum Gefährdungspotential von E-Scootern in Bussen wird nun laut über eine verpflichtende Schulung für Nutzer von Elektromobilen nachgedacht. Transportiert werden sollen dann zukünftig nur noch die Menschen, deren Scooter eine Prüfplakette trägt.

Bei “Voll Normal” am 31. Januar sprachen wir darüber mit Heike Witsch, sie ist die ÖPNV-Expertin des BSK.

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Yoga Barrierefrei

Katja-Sandschneider beim Yoga in der Natur.©-Hajo-Sandschneider

Katja Sandschneider beim Yoga in der Natur.
© Hajo Sandschneider

Bewegung ist gut für den Körper. Damit auch der Geist trainiert wird, spielen beim Yoga Meditation und Entspannung eine große Rolle. Aus den Medien nimmt man allerdings oft wahr, dass Yoga ziemlich schwierig ist und man dabei komplizierte Verrenkungen machen muss. Vielleicht ist das auch der Grund, warum sich viele Menschen mit Einschränkungen nicht an Yoga heran trauen. Katja Sandschneider aus Berlin bietet nun barrierefreies Yoga in inklusiven Kursen an. Sie ist der Meinung, dass es im Yoga selbst keine Barrieren gibt, weder im Körper noch im Geist. Mit Kathleen Küsel hat sie darüber gesprochen, wie Yoga für Menschen mit Beeinträchtigungen sehr gut funktionieren kann.

Der Beitrag aus unserer Voll Normal Sendung mit Sebastian Bayer vom 13.12.2016 hier für Sie in voller Länge zum Nachhören.

 Yoga Barrierefrei

Theater Thikwa Jubiläumsprogramm 2016

Foto: David Baltzer

Foto: David Baltzer

In der Voll Normal Sendung am 13.09.2016 war Gerd Hartmann zu Gast. Er ist der Leiter des Theaters Thikwa in Berlin . Zum Geburtstag gibt es ein Festprogramm: „BEREICHERT EUCH! 25 JAHRE THEATER THIKWA“. Ende August ging es damit los und bis zum Dezember diesen Jahres gibt es 6 verschiede Stücke von 50 Schauspielern zu sehen. Spielstätte ist die Bühne F40 in Kreuzberg. Worum es in den Jubiläums-Stücken geht und was das besondere am Thikwa ist, das hat Gerd Hartmann Kathleen Küsel im Interview erklärt.

Hören Sie hier das aufgezeichnete Gespräch aus der Live-Sendung.

Interview Thikwa 96

Fürst Donnersmarck Stiftung feiert gebührend 100. Geburtstag

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Foto: Kathleen Küsel

Am 09.09.2016 hat die Fürst Donnersmarck Stiftung zu einem großen Fest in die Station Berlin eingeladen. Anlass war der 100. Geburtstag der Stiftung. Unter dem Motto: „Mitten drin, so wie ich bin“ gab es dort viele tolle Angebote für die Gäste. Kommen konnte Jeder, der Eintritt war frei. Es gab zum Beispiel einen Rollstuhl-Parcours, wo nicht Gehbehinderte ihre Fähigkeiten testen konnten und viele verschiedene Mitstreiter der Stiftung haben sich mit Ständen vorgestellt. Man konnte beim barrierefreien Yoga mitmachen, es gab tolle Interviews auf der Bühne und sogar eine Live-Schalte zu den Paralympics nach Rio de Janeiro.

Kathleen Küsel durfte den Geschäftsführer Wolfgang Schrödter interviewen. Sie hat mit ihm über den Erfolg der Stiftung  gesprochen und gefragt, ob er findet, dass wir mit der Inklusion auf einem guten Weg sind.

Hören Sie hier das komplette Interview aus der Voll Normal Sendung vom 13.09.2016

Interview FDST100 homepage