Morgen sieht es anders aus …

»Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das jedem von uns jederzeit genommen werden kann. « (Richard von Weizsäcker).

zeichnung morgen geht es besserBettina Unger, Jahrgang 1968, geboren in einer süddeutschen Kleinstadt, erkrankt 1991 an Multipler Sklerose (MS). Ihre Erlebnisse, Ängste und Hoffnungen beschreibt sie in ihrem Buch »Du rockst, ich roll«. Erschienen ist der Titel im Diana-Verlag, der zur Verlagsgruppe Random House gehört, am 21. Mai 2012. Weiterlesen

Ob ich das nach dem nächsten Schub noch kann, ist ungewiß

uschi bökesch im rollstuhlKeine Krankheit gibt soviel Rätsel auf, wie Multiple Sklerose (MS). Für Betroffene ist es ein Weg in eine unbekannte Welt. Es passieren Sachen, die ihnen komplett neu sind. Plötzlich kann man nicht mehr richtig sehen, die Hand ist nicht mehr zu spüren und man kann nicht mehr laufen. Ist dieser Weg einmal beschritten, gibt es keine Umkehr. Angehörige und Freunde stehen der Situation meist hilf- und ratlos gegenüber. Weiterlesen

Alter Wein im neuen Schlauch?

Die Lankwitzer Werkstätten heißen ab 1. Januar 2014 LWerk

Jetzt ist es also amtlich. Der neue Name der Lankwitzer Werkstätten lautet ab 1. Januar 2014 „FSD Lwerk Berlin-Brandenburg gGmbH“. Da so eine Umbenennung mit erheblichen Kosten einhergeht, ist die Frage erlaubt, wozu und warum solch ein Aufwand betrieben wird.

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Burghard Gründel zerlegt fachmännisch Elektronikschrott in der Receycling-Abteilung des LWerks im Bücklersfelder Weg in Marzahn

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Fit als Patient!

Sie sagen… sie meinen…
Wie Ärzte und Patienten sich besser verstehen können.

Häufig haben Ärzte und Patienten Kommunikationsprobleme. Was man meint, was man sagt und was der andere letztlich versteht, sollte im Idealfall übereinstimmen. In der Praxis ist das meist nicht so. Nicht nur im gesprochenen Wort, auch in der Körpersprache liegen viele Botschaften. Ebenso hat das Umfeld – wie etwa ein Schreibtisch als ‚Trennwand’ – einen Einfluss darauf, wie gut Kommunikation gelingt. Sie können selbst viel dazu beitragen, dass eine gute Gesprächsatmosphäre mit gegenseitigem Verstehen entsteht. Sie tun das auch zu Ihrer eigenen Sicherheit, denn durch Fehler bei der Verständigung könnten Sie zum Beispiel Ihre Medikamente falsch einnehmen.

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Fit als Patient: Arztbesuche vorbereiten – Ist das notwendig?

Wann war Ihre letzte Tetanusimpfung? Ja, wann war das bloß? Gibt es chronische Krankheiten in Ihrer Familie? Wenn ich das wüsste! Welche Medikamente nehmen Sie regelmäßig ein? Die Gelben, ach wie heißen die jetzt bloß, das fällt mir im Moment nicht ein…Solche Situationen hat sicher jeder schon einmal erlebt. Der Arzt fragt etwas und man kann einfach nicht antworten. Und wichtige Fragen fallen manchen Menschen erst ein, wenn sie das Behandlungszimmer längst wieder verlassen haben. Es spricht also Vieles dafür, sich auf einen Arztbesuch vorzubereiten. Aber wie soll das gehen? Es gibt Arztbesuche die man planen kann. Manchmal treten aber auch unvermittelt starke Beschwerden auf, bei denen man sofort zum Arzt oder ins Krankenhaus muss. Was dann? Weiterlesen

Gesundheit: Keine Entscheidung ohne mich!

„Man hat mir gesagt, wir machen das so und so, was wollen Sie dann sagen? Man macht das was die Ärzte sagen…“, sagte ein Patient bei einer Umfrage für eine Studie. Diese Situation hat sicher jeder schon einmal erlebt. Das lateinische Wort ‚patiens’ bedeutet geduldig, aushaltend, ertragend. Also doch: Der Arzt verordnet, der Patient befolgt ‚geduldig’ die ärztliche Anordnung? So war das zumindest früher. Heute sollen Ärzte und Patienten partnerschaftlich und auf Augenhöhe gemeinsam entscheiden. Weiterlesen

Alle für einen …

Die Hufeland-Oberschule in Berlin-Buch zeigt, wie Inklusion an einer Regelschule funktionieren kann.

Es geht laut im Klassenraum zu. Es ist sehr warm an diesem Nachmittag. Die Jungen und Mädchen sind müde vom langen Schultag. Sie sind verschwitzt, wollen endlich nach Hause. Jetzt noch eine Stunde, dann ist es geschafft. Hier und da gibt es kleine Rempeleien unter den Jungs. Philipp wird von seinem Platznachbarn in die Seite geknufft, und der muss nicht lange auf die Antwort warten. „Eh, hör’ doch mal auf Alter!“ Die Lehrerin mahnt die Kinder zur Ruhe damit er Unterricht endlich beginnen kann. Augenblicklich wird es ganz still im Raum. Weiterlesen