Schauspieler mit Behinderung? Viel zu aufwendig!

„Schauspielerinnen und Schauspieler mit Behinderung im Fernsehen sind immer noch die Ausnahme. Und wenn, dann werden sie in ihrer Rolle auf ihre Behinderung reduziert“, meint Wolfgang Janßen von „Rollenfang“, einer Plattform für Schauspielerinnen und Schauspieler mit Behinderung. Selbst die Aufnahme an einer etablierten Schauspielschule ist für Menschen mit Behinderung praktisch unmöglich. Eine Alternative bietet das integrative Berliner Theater „RambaZamba“, das großen Wert auf eine professionelle Ausbildung seiner Schauspielerinnen und Schauspieler legt.

Esther Ningelgen, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei RambaZamba, meint: „Die Fernsehsender brauchen Mut, auch Formate zu zeigen, die für den Zuschauer nicht so eingängig sind.“ Dass man auch als Schauspielerin mit Down-Syndrom durchaus erfolgreich sein kann, zeigt Juliana Götze. In der Folge „Rosis Baby“ in der Serie Polizeiruf 110 wurde sie im Jahr 2008 einem breiten Fernsehpublikum bekannt. Für RambaZamba steht sie regelmäßig auf der Bühne.

Juliana Götze, Esther Ningelgen und Wolfgang Janßen berichten im „Voll Normal“ Studio, was RambaZamba und Rollenfang unternehmen, um Menschen mit Behinderung in den Medien zu integrieren.

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Mitnahme von E-Scootern im Bus jetzt nur noch nach bestandener Fahrprüfung?

Seit Jahren kämpft der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e. V. (BSK) für die Rechte von Menschen mit körperlicher Behinderung, die immer öfter mit ihrem Elektomobil von Bus und Bahn nicht mitgenommen werden.

Nach mehreren Gutachten zum Gefährdungspotential von E-Scootern in Bussen wird nun laut über eine verpflichtende Schulung für Nutzer von Elektromobilen nachgedacht. Transportiert werden sollen dann zukünftig nur noch die Menschen, deren Scooter eine Prüfplakette trägt.

Bei “Voll Normal” am 31. Januar sprachen wir darüber mit Heike Witsch, sie ist die ÖPNV-Expertin des BSK.

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Wir wollen alle sehen!

Rollenfang

Um den Tisch die Schauspieler Jonas Sippel, Zora Shemm, Sebastian Urbanski und Juliana Götze in einen Workshop von Rollenfang (Foto: Panzlau/Prugger)

Der Stoff für Film- und Fernsehproduktionen ist nahezu unendlich. Und allzu oft sind es keine Topmodels, sondern Charakterdarsteller, die eine Rolle perfekt besetzen. Hier beginnt die Aufgabe von Schauspielagenturen, die ein Bindeglied zwischen Produktion und Schauspielern darstellen. Vielseitigkeit sollte hier gefragt sein, doch gerade Schauspieler mit Behinderung stoßen hier immer wieder an unsichtbare Grenzen. Weiterlesen

Grand Hotel Vega$ – Inklusion auf großer Bühne

Besuch im Studio: links Karin A. Mocke, Mitte Renate Hilgert, rechts Sebastian Bayer

Besuch im Studio: links Karin A. Mocke, Mitte Renate Hilgert, rechts Sebastian Bayer

Mehr als 30 Tanzschulen mit beinahe 1000 Tänzerinnen und Tänzern mit und ohne Behinderung haben sich an „Grand Hotel Vega$“, Deutschlands größtem Inklusionsmusical, beteiligt. Nach Aufführungen in zehn Städten kommt das Ensemble am Donnerstag, dem 26. November, zum großen Finale ins Berliner Tempodrom. Weiterlesen

Im Regen stehengelassen

(c) by Harry Hautumm ·pixelio.de

(c) by Harry Hautumm ·pixelio.de

Immer häufiger kommt es vor, dass Menschen mit sogenannten E-Scootern im öffentlichen Personennahverkehr nicht befördert werden. Aus Einzelfällen ist in einigen Städten mittlerweile die Regel geworden. Seit 2014 erreichten den Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e. V. (BSK) fast täglich neue Meldungen Betroffener, die mit ihrem Elektomobil von Bus und Bahn nicht mehr mitgenommen wurden. Weiterlesen

Wäre da nicht dieses bescheuerte Herz

Daniels Leben könnte so schön sein. Er ist 15, lebt in Hamburg, und steckt mitten in der Pubertät. Doch sein Leben wird begleitet von langen Krankenhausaufenthalten und unzähligen Operationen. Seine Gesundheit fährt Achterbahn. Daniel ist seit seiner Geburt schwer herzkrank. Während andere Jungs in seinem Alter die Nachmittage auf dem Fußballplatz verbringen, sitzt er unter ärtzlicher Aufsicht im Hospiz. Doch mit einem Anruf wurde vieles anders.  Weiterlesen

Aus Lankwitzer Werkstätten wird Lwerk

Was 1986 in Lankwitz als Werkstatt für Menschen mit Behinderung gegründet wurde, hat sich in den vergangenen Jahren rasant entwickelt. An 13 Standorten in Berlin und Brandenburg werden Bildungs-, Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten in 26 attraktiven Berufsfeldern geboten – von Büroservice bis Zierpflanzenbau. Und der Begriff „Werkstatt“ deckt schon längst nicht mehr die vielfältigen Angebotsbereiche ab.

Die Lankwitzer Werkstätten heißen seit dem 1. Januar 2014 Lwerk Berlin Brandenburg. Was ist neu am Lwerk? Was bedeutet die Veränderung für die Mitarbeiter? Öffentlichkeitsarbeiter Stephan Kersten stand bei „Voll Normal“ Rede und Antwort.

Hören Sie hier das vollständige Telefoninterview aus der „Voll-Normal“-Sendung vom 7. Januar 2014.

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