Schnittstellen der Frauen- und Behindertenbewegung

Am 19.04.2016 war die Autorin Kirsten Achtelik zu Gast in der Voll Normal Sendung. Sie sprach mit Kathleen Küsel über ihr Buch „Selbstbestimmte Norm“. In diesem hat sie Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Abtreibung, Pränataldiagnostik und Feminismus zusammengetragen.

Vor allem geht es Frau Achtelik darum, dass Frauen ein Recht auf Abtreibung haben sollten, wenn sie sicher kein Kind wollen. Frauen, die ein Kind möchten, dann aber zwischen behindert und nicht behindert unterscheiden sieht sie sehr kritisch. Dabei spielt ihrer Meinung nach die große Akzeptanz von Pränataldiagnostik eine tragende Rolle. Nicht nur beim Kinder kriegen, auch sonst im Leben machen wir vieles, weil die Gesellschaft es so von uns erwartet, so die Autorin.

Hören Sie hier nochmal in das Interview rein.

160419 Interview K. Achtelik Ausschnitt homepage

Zusammen jäten, ernten und das Risiko tragen – die bäuerliche Wirtschaftsgemeinschaft

Egal ob mit oder ohne Behinderung, wir alle müssen etwas essen. Nun steigen endlich die Temperaturen und damit gibt es auf deutschen Äckern bald wieder was zu ernten. Kaufen Sie ihr Gemüse lieber günstig im Supermarkt? Dann ist es höchstwahrscheinlich nicht ganz so fair hergestellt. Oder gehören Sie eher zu den Menschen, die ihr Gemüse direkt vom Feld um die Ecke holen und dafür auch gerne den entsprechenden Preis bezahlen? Die sogenannte solidarische Landwirtschaft ist eine Möglichkeit sich intensiv mit seinem Lebensmittel, und der Arbeit die da hinter steckt, auseinander zusetzten. Der Bio-Bauer Christian Heymann von SpeiseGut hat Kathleen Küsel dazu einiges erzählt. Hier zum Nachhören der Beitrag aus der Voll Normal Sendung vom 19.04.2016.

160419 Beitrag Solawi

„Eltern sollten entscheiden können, an welcher Schule ihr Kind am besten aufgehoben ist.“

Wie steht es eigentlich aktuell um die Inklusion an Berliner Schulen? In der Voll Normal Sendung von 22.03.2016 kam Sonderpädagoge Matthias Gärtner ausführlich zu Wort. Seiner Meinung nach hat sich seit der Unterzeichnung der UN-Menschenrechtecharta für die Rechte behinderter Menschen vieles im Hinblick auf die Umsetzung im schulischen Alltag getan. Allerdings gibt es auch noch einiges, was verbessert werden muss, damit Kinder mit und ohne Behinderungen im gemeinsamen Unterricht der Normalfall werden.

Hier ein Teil des Interviews mit dem Lehrer von der Grundschule am Pegasuseck/Altglienicke für Sie zum Nachhören:

Interview Gärtner IM.de

 

Selbsthilfe Berlin e.V. im Studio

In unserer Sendung am 12. Januar 2016 hatten wir Frau Gerlinde Bendzuck bei uns im Studio. Sie macht sich als ehrenamtliche Vorsitzende der Landesvereinigung Selbsthilfe Berlin e.V. stark.  Sie hatte sich eine ganze Stunde Zeit für uns genommen, um über den Dachverband und seine Mitglieder zu erzählen. Es gibt bei der Selbsthilfe direkt auch eine Antidiskriminierungsberatung, aus der sie spannende Fallbeispiele berichtet hat.

Vom 7.-9. April wird wieder die Messe „Miteinader Leben“ stattfinden, darüber und über weitere wichtige anstehende Termine des Vereins im Jahr 2016 haben wird außerdem geplaudert. Das Projekt „Inklusionstaxi“ liegt Frau Bendzuck und ihren Kollegen vom SoVD besonders am Herzen, denn es sollte ihrer Meinung nach ganz selbstverständlich sein, dass man, zum Beispiel als Blinder oder Rolli-Fahrer, ohne Probleme ein Taxi nutzen kann. Unter http://www.sovd-bbg.de/wir-uber-uns-2/projekt-barrierefreie-taxen-geht-an-den-start/ gibt es weitere Info’s dazu. Es werden noch Mitstreiter für die nächste Gesprächsrunde gesucht. Beeinträchtigte Menschen können den Entwicklern so ihre ganz persönlichen Anforderungen an ein inklusives Taxi vorstellen.

Hilfe zur Selbsthilfe bekommt man unter info@lv-selbsthilfe-berlin.de oder 030 / 27 59 25 25. Vielen Dank nochmals an Frau Bendzuck für das tolle und ausgiebige Interview!